Es ist eine Erinnerung aus Jugendtagen:
Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt sind Bitttage. Das bedeutet morgen um 6.00 Uhr dienen bei der Bittprozession im Klostergarten des Klösterchens der Dernbacher Schwestern in Friesdorf (mit angeschlossenem Kindergarten und Altenheim). Danach 6.30 Uhr Messedienen in der Kapelle, dann schnell nach Hause Frühstücken, schließlich ab zum Bus in die Schule.
Das Klösterchen gibts längst nichts mehr, ebenso den Kindergarten und das Altenheim. Die Schwestern sind weg, der Klostergarten ist mittlerweile bebaut, die Kapelle profaniert, das Klostergebäude in ein Hostel umgewandelt. Bittprozessionen gibt es heutzutage nur vereinzelt, z.B. noch in Braschoß. Gott bitten scheint aus der Mode gekommen zu sein.
Wenn ein konkretes Anliegen (Einsamkeit, Krankheit, Prüfungen vom Enkelchen, Krisen in der Familie...) vorhanden ist, schon eher - davon zeugen die brennenden Opferlichter in den
Kirchen.
Meistens wenn Menschen an ihre Grenzen gekommen sind...Es gibt so vieles, was ein Gebet wert wäre: Gutes Wetter (Sonne und Regen statt Hitze und Sturm), das Miteinander in den Familien (bevor die Krisen da sind), der Zusammenhalt in der Gesellschaft (statt gegen eine bestimmte Gruppe), ein ausgleichender Friede (nicht für Siege oder Deals)...
Mit der Menschwerdung ist die Trennung von Himmel und Erde aufgehoben, am Fest Christi Himmelfahrt feiern wir, dass Himmel und Erde wieder vereint sind, mit der Pfingstnovene anschließend bitten wir um den Hl. Geist. Anscheinend müssen Menschen an ihre Grenzen kommen um einzusehen, dass wir es alleine nicht können. Da scheint mir klug (smart) zu sein, Gott einzubeziehen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Ich brauche Bitte und Gebet - die Welt braucht unsere Bitten und Gebete.
Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen Ihr
Pastor Karl-Heinz Wahlen
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