Firmung in St. Anno

03.05.26, 11:33
Judith Haneke

Seit Januar haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet. Dazu konnten sie an verschiedenen Projekten teilnehmen. Besonders beliebt war das Bibelkrimidinner, bei dem der Mörder eines Thronfolgers aus dem Alten Testament gefunden werden sollte. Während des Rollenspiels gab es ein leckeres Mahl mit drei Gängen in Anlehnung an die Bibel.

Aber auch das Quiz „Wer weiß denn so was? - die Firmedition“ wurde von 16 Jugendlichen gewählt. Zwei Teams spielten gegeneinander und mussten Fragen rund um Religion beantworten. Die Überraschung des Tages für die Jugendlichen war die Tatsache, dass Caspar, Melchior und Balthasar nicht in der Bibel vorkamen. Haben doch einige von ihnen die drei Anfangsbuchstaben an die Haustüren geschrieben, wenn sie als Sternsinger unterwegs waren.

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Firmvorbereitung 2026 (c) Susanne Coenen

In anderen Projekten wurde über die Wehrpflicht und die Haltung der Jugendlichen diskutiert, die ja demnächst auch eine Aufforderung zur Musterung bzw. zur freiwilligen Teilnahme daran bekommen. Kreative Projekte wie Bibel Art Journaling, ein Fotoprojekt, die Gestaltung eines Jugendgottesdienstes sowie der Firmmesse standen ebenfalls zur Auswahl. Wer sich lieber sportlich betätigen wollte, konnte beim Kirchenradeln oder beim Bogenschießen mitmachen.

Firmvorbereitung 2026 (c) Susanne Coenen

Neben diesen Angeboten setzten sich die Firmanden an einem Wochenende und mehreren Abenden mit Fragen über Gott, den Kernbotschaften unseres Glaubens, ihrem eigenen Glauben und ihrem Standpunkt in der Welt auseinander.

Firmung_24 2026 (c) Sascha Stock
Firmung_1 2026 (c) Sascha Stock

Was ist meine Zukunft?

Diese Frage stellte der Weihbischof zu Beginn seiner Predigt. Er antwortete mit einer kleinen Geschichte. Um die Zukunft ist ein Kampf entbrannt. Ein Kampf zwischen einem bösen und einem guten Tier.

Gewinnt das böse Tier, entstehen Misstrauen, Wut und Hass. Gewinnt das gute Tier, entstehen Vertrauen, Frieden, Gerechtigkeit und Liebe.

Welches Tier gewinnt?

Im Evangelium hören wir, wie sich die Jünger nach der Kreuzigung verstecken. Sie haben Angst, dass es ihnen wie Jesus ergeht und sie auch am Kreuz sterben müssen. Sie waren überzeugt, dass das Böse gewonnen hat.

Doch mit der Zeit merken sie, dass durch den Tod und die Auferstehung Jesu etwas passiert ist. Sie erfahren, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern das Leben. Sie werden vom Heiligen Geist erfüllt und ziehen hinaus, um die Botschaft Gottes in die Welt zu tragen, um Frieden zu bringen.

Dieses Wirken des Heiligen Geistes wünschen wir auch unseren Jugendlichen: Dass auch sie sich von der froh machenden Botschaft Jesu anstecken lassen und Frieden säen.

Denn wir kennen die Antwort: Das gute Tier hat schon gewonnen! Dies hat uns Jesus gezeigt.

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