Die Wettervorhersage war nicht berauschend, doch als sich die jeweiligen Pilgergruppen auf den Weg machten, war es trocken.
Als erste machte sich eine kleine Gruppe aus Braschoß auf, um singend und betend den Berg hinab nach Seligenthal zu pilgern. Auch ein kleiner Schauer unterwegs konnte sie nicht vom Weg abbringen.
Kurz darauf machte sich die kleinste Pilgergruppe von St. Servatius aus auf den Weg und stellte fest, dass man Oma, Tochter und Kind/Enkelin sein könne. Ihr Weg war geprägt von der Begegnung und dem Austausch untereinander, Glauben lebt man nicht nur im Gebet, sondern auch im tätigen Handeln – das war die Botschaft der Älteren.
Die Pilgergruppe aus Kaldauen startete nach dem ersten Schauer, so dass sie fast trockenen Fußes nach Seligenthal gelangte.
Ausschließlich beim Abschluss an der Rochuskapelle, um kurz vor sieben, ergoß sich heftiger Regen. Das aber hielt die Pilger:innen in keiner Weise davon ab sich dort mit einem Gebet an den Heiligen Rochus zu wenden, in dem sie ihn baten, die am Coronavirus Erkrankten zu trösten und sie Heilung erfahren zu lassen.
Wie gut, dass schon gegen 18 Uhr die Entscheidung gefallen war, die Messe in der Kirche zu feiern. Die Pfadfinder hatten vor der Kirche noch ein Zelt aufgebaut, so dass alle im Trockenen mitfeiern konnten.
Dies war auch für die Instrumente der Siegburger Muskanten sehr gut, blieben sie vom Regen verschont und konnten die Messe musikalisch begleiten.
Sie wechselten sich ab, die Musikanten mit Gemeindegesang und die Chorgemeinschaft St. Marien unter der Leitung von Bernd Schaboltas.
In seiner Predigt zum Tagesevangelium, Matthäus 19,16-22, betonte Pastor Wahlen, dass ein guter Christ zu sein niemals bedeuten kann selbstgerecht davon auszugehen, dass es mit dem Einhalten der Gebote getan ist. So nach dem Motto: Da ich alles richtig gemacht habe, gebührt mir der Lohn Gottes, die anderen sind selbst schuld, wenn ihnen Böses widerfährt. Diejenigen, die "falsche" Ansichten vertreten und sich anders verhalten, als man selbst es möchte, dürfen nicht durch harte Kritik und Abweisung in eine Ecke gedrängt, sondern ganz im Gegenteil in den Blick genommen und mitgenommen werden. Nur so ist es möglich Kompromisse zu finden und als Gemeinschaft vorwärts zu kommen.
Den Schlusssegen erteilte er mit der Reliquie des Heiligen Rochus. Sie und viele andere Reliquien erhalten ihre Kraft durch den Glauben so vieler Menschen in sie, unabhängig davon, ob nun tatsächlich ein Stück des Heiligen in ihnen ist oder nicht. Der konzentrierte Glaube ist in ihnen vereint.
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