Puh, am Ende von Tag 2 sind wir geschafft. Müde schwirrt uns der Kopf und wir fragen uns, was wir heute alles gemacht haben (komisch, haben wir uns das gestern nicht auch schon gefragt)? Denn es war eine ganze Menge. Der Tag war angefüllt und intensiv, gleichzeitig aber kurzweilig und abwechslungsreich!
Wir lernen uns untereinander immer besser kennen – und Dagmar und ich schauen über unseren Tellerrand. Wir sind die einzigen katholischen Teilnehmer und erfahren im gemeinsamen Austausch viel über die Abläufe und Strukturen in der evangelischen Kirche. Dazu gehören auch evangelische Tischgebetslieder und Andachten.
Inhaltlich betrachteten wir heute die einzelnen Elemente des Bibliologs. Insbesondere übten wir das Echoing als zentrales Element. „Es scheint ein bisschen viel zu sein, aber am vierten Tag“, so unser Bibliologtrainer Rainer Brandt zuversichtlich, „werdet ihr es können“. Echoing ist die Methode, mit der die Bibliologin/der Bibliologe die Äußerungen der Teilnehmenden in eigenen Worten wiedergibt. Es dient dem Verstehen und dies geschieht in einer Grundhaltung der Wertschätzung und Empathie. Die ersten Versuche machten wir jeweils in Kleingruppen, tauschten uns dort untereinander aus und gaben uns wertvolles Feedback.
Anschließend erlebten wir erneut einen Bibliolog. Dieses Mal traten wir in Dialog mit den beiden in Ägypten lebenden hebräischen Hebammen Schifra und Pua, denen der Pharao befahl, alle männlichen hebräischen Nachkommen direkt nach der Geburt umzubringen. Unser Fazit hier: Es gibt thematisch geradezu „leichte“ Bibliologe und es gibt „schwere“, denn sie haben dann, wie im heutigen Fall, große Themen wie Tod und Abschied.
Es folgten Übungen zum bibliologischen Lesen von Texten und Übungen, um die passenden Rollen zu finden, die wir in Einzelarbeit und zu zweit durchführten. Bibliologe haben eine klare Struktur mit einer bestimmten Rollen-Dramaturgie. Auf die einzelnen weiteren Elemente werden wir jetzt aber hier nicht eingehen. Das wäre zu lang.
Lang war dann auch noch unser Abend, denn wir beschlossen, die gemeinsame Zeit zu nutzen und noch ein wenig an unserem nächsten Wortgottesdienst in St. Hedwig zu arbeiten.
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