Radieschen von unten: Am Ende ist nicht Schluss!

12.10.18 19:30 - 04.11.18 22:40

Kirche St. Servatius Nordempore

Gerne ignoriert, oft verdrängt, und doch ist jeder Tag nicht nur Leben, sondern immer auch ein bisschen Abschied. Rund um den Tod ranken sich uralte Bräuche, neue Traditionen, Kurioses und Witziges. Der Ausstellung „Radieschen von unten – Am Ende ist nicht Schluss!“ gelingt ein Crossover aus unterschiedlichen Kulturen, vielfältigen Traditionen und modernen Tendenzen.

Diese euphemistische Umschreibung für den Tod entstand vor hundert Jahren in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs und ist auch heute noch typisch: Vor was man Angst hat, nennt man besser nicht beim Namen und schiebt man lieber von sich weg.

Klassische Trauermode und der gute Brauch des rheinischen Beerdigungskaffees sind für die persönliche Bewältigung wichtig. Erinnerte man früher z.B. durch Haarbilder an liebe Verstorbene, so kann das heute der künstliche Brilliant der Diamantbestattung sein.

Wie hat sich die Friedhofs- und Bestattungskultur entwickelt von historisch, klassisch zu den heutigen Trends naturnah oder anonym? Auch die Frage „Sarg oder Urne?“ steht ganz handfest im Raum: Wer weiß schon genau, wie ein Sarg oder einer Urne von innen aussieht und welche Vielfalt es hier gibt? Und was zieht man im Sarg an? Privatkleidung oder gibt es noch das Leichenhemd? Ja, klassisch-schick oder für Sportler sogar mit drei Streifen!

Jede Kultur der Welt setzt ihre Toten bei. Der Blick über den Tellerrand zeigt die Hintergründe: Leichenverbrennung in Indien, die „Luftbestattung“ im felsigen Himalaya, Mumifizierung … Ebenso vielfältig kann auch das Totengedenken sein: Bunt und laut wie in Mexiko, oder prunkvoll und voller Leben von denen die sog. „Zigeunergräber“ zeugen.

Die Ausstellung räumt mit Vorurteilen auf und erklärt den Hintersinn vieler Symbole und Bräuche. Sie blickt – durchaus auch humorig - auf andere Kulturen, Geschichte und Trends, Prominentes und Privates. Sie schärft dabei den Sinn für dieses vielseitige Thema: denn irgendwann trifft oder betrifft es jeden!

Kirchengemeinde St. Servatius

Mühlenstraße 6
53721 Siegburg

In Notfällen:
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